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Alles über das Arbeiten in Australien

Gepostet von: Felix Dziekan | in: Reise und Outdoor Blog | zuletzt geändert: Jan 14, 2018Tags:

Arbeiten als Backpacker in Australien ist etwas anderes als bei uns fest angestellt zu sein und zwar etwas ganz anderes. Ich möchte dir aus meinen Erfahrungen berichten und dir ein paar Dinge aufzeigen die du wissen solltest bevor du deinen Working Holiday Trip antrittst. Hoffentlich ist der Kulturschock nach diesem Artikel dann nicht mehr ganz so groß für dich.

 

Ich hatte in Australien selbst nur 2 Jobs, meine Erfahrungen sind also sicher nicht repräsentativ. Wenn du mehr wissen willst helfen hier oft diverse Facebook Gruppen am besten weiter. Schön wäre es auch wenn du deine Erfahrungen mal in die Kommentare postest.
Wie du eine Anstellung findest habe ich bereits in 2 anderen Posts beschrieben. Hier geht es zu Teil 1 und hier zu Teil 2

 

Die Anstellung

Meistens wirst du als Backpacker in Australien nicht Vollzeit angestellt werden sondern "casual". Das bedeutet du bekommst nur Geld wenn du auch wirklich Arbeit hast. Sind also, wie teilweise bei mir, einfach nicht genug Bananen da oder nicht genug Kunden auf dem Boot, hast du einfach 4-5 Tage die Woche keine Arbeit und bekommst auch kein Geld.

Die Kehrseite der Medaille ist das man als Casual angestellter Arbeiter mehr Geld pro Stunde bekommt.

Man bekommt oft Jobs die ein Australier nicht machen will

Auf meiner Bananenfarm waren 2 die beiden Vorarbeiter Australier. Alle anderen waren Backpacker. Klar die Arbeit ist hart und ein Backpacker arbeitet für den Mindestlohn. Irgendwer hat mir erzählt die Situation wäre zu vergleichen mit den Saisonarbeitern die zum Spargelstechen zu uns rüber kommen.

Meistens wird nur der Mindestlohn gezahlt

Ca. 21$ die Stunde, klingt erstmal viel aber es ist der Mindestlohn für einen Casual angestellten Farmarbeiter. Manchmal bekommt man aber keinen festen Stundenlohn sondern wird "per Bin" bezahlt, also pro Eimer/Korb den du ablieferst. Wenn du Glück hast kannst du dabei viel verdienen, meistens habe ich jedoch gelesen dass man von solchen Angeboten eher die Finger lassen soll. 

Auf dieser Seite findest du offizielle Angaben zum Thema Lohn und Arbeit: http://www.fairwork.gov.au/

Working Hostels. 

Speziell wenn du auf einer Farm arbeiten willst wirst du kaum um diese Sorte Hostels herum kommen. Hier sind ein paar Erfahrungen die ich mit dieser Art Hostel gemacht habe: 

  1. manche (nicht alle!) Working Hostels wollen an deiner Arbeit mitverdienen: D.h. sie erhöhen die Zimmermiete je mehr Arbeit du hast
  2. meistens musst du für min. 1 Woche bleiben 
  3. meistens musst du im Voraus bezahlen
  4. es kann schon mal 2-3 Wochen dauern bis du einen Job hast
  5. es ist nicht garantiert das du einen Job bekommst nur weil du in dem Hostel wohnst
  6. manchmal musst du eine "Vermittlungsgebühr" bezahlen (in Tully musste ich 300$ "Kaution" hinterlegen die ich nicht wieder bekommen hätte, hätte mir das Hostel einen Job vermittelt)
  7. die Ausstattung ist oft noch schlechter als in normalen Hostels
  8. die Hostels sind nicht immer ganz ehrlich was die Jobsituation angeht
  9. manche Hostels haben Deals mit den Farmern, verlässt du das Hostel um eine günstiger Unterkunft zu suchen bist du evtl. deinen Job los. 

Jobclubs

Seit vorsichtig mit den Angeboten die man euch im Hostel bezüglich Arbeit macht. In Australien lebt mittlerweile eine ganze Industrie davon Backpacker abzuzocken. Manche Hostels bieten sogenannte "Job Clubs" an. Da muss man meistens einen saftigen Betrag zahlen um Mitglied zu werden und dann wird einem evtl. Arbeit vermittelt, aber auch hier gibt es dann keine Garantie das du einen Job bekommst.

DIE LISTE!

Neulich habe ich in einer Backpackergruppe auf Facebook einen Link zu einer Liste mit Arbeitgebern entdeckt die du wohl besser meiden solltest. Hier gehts zu der Liste.

Achtung: Diese Liste ist nicht von mir. Wer Sie gemacht hat und ob die Angaben auf dieser Liste wirklich zutreffen weiß ich nicht!

Was sind eure Erfahrungen bezüglich Arbeiten in Australien? Postet mir was in die Kommentare.

Gruß

Felix


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