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Der perfekte Kameragurt

Gepostet von: Felix Dziekan in: Reise und Outdoor Blog am Jun 28, 2017

Seit einigen Jahren schon nenne ich einen California Sunbounce Sunsniper mein Eigen und mindestens genau so lange will ich etwas darüber schreiben. Das Teil hat mich um die halbe Welt begleitet und ich denke, damit habe ich genügend Erfahrung gesammelt um ein paar Worte darüber zu verlieren.

Was ein Opens external link in current windowSunsniper überhaupt ist, ist schnell erklärt: Es ist ein Kameragurt - Ende. Der Unterschied zu dem bei deiner Kamera mitgeliefertem Gurt ist der, dass der Sunsniper:

  1. nicht um den Hals hängt - sondern über die Schulter.
  2. im Stativgewinde statt an den vorgesehenen Gurthalterungen befestigt wird.

Dies klingt jetzt nicht nach einer wahnsinnig tollen Revolution bei der Entwicklung der Kameragurte und das ist es auch ganz ehrlich gesagt nicht. Ob sich dieser Schultertragegurt für dich gut eignet, hängt von deinem Einsatzzweck und deiner persönlichen Präferenz ab. 

An dieser Stelle ein kleiner Hinweis: Es gibt neben dem Sunsniper natürlich noch andere Produkte auf dem Markt, die ähnlich sind. Der Sunsniper war nur meiner Meinung nach der erste Gurt seiner Art und deshalb habe ich ihn mir damals gekauft. Eine Alternative wäre eventuell der Black Rapid.

Aufbau

Im Prinzip ist der Sunsniper ganz simpel aufgebaut: Er hat ein großes Schulterpolster mit einer Art Zugentlastung, einen verstellbaren Gurt und eine Schraube, an der die Kamera festgeschraubt wird. So weit ganz einfach. Die Schraube ist über einen D-Ring an dem Gurt befestigt, sodass du die Kamera sehr leicht am Gurt entlang führen kannst.

 

Pro und Contra

Natürlich hat ein solcher Kameragurt wie der Sunsniper nicht nur Vorteile, sondern auch ein paar kleine Nachteile. Im folgenden Abschnitt gehe ich darauf ein, welche Punkte ich an dem Gurt gut finde und welche nicht. 

Pros

Pro: Bequemer zu tragen
Ein großes Pro für mich ist die Bequemlichkeit beim tragen. Schon eine Einsteiger-DSLR-Kamera kann sehr schwer werden, sobald du sie länger um den Hals trägst. Bei längeren Wanderungen ist diese Trageweise für mich deshalb keine Option. Der Sunsniper dagegen verfügt über ein relativ breites Schulterpolster. Dadurch wird das Gewicht der Kamera gut auf der Schulter verteilt. Selbst meine fast 1,5 kg schwere Nikon D7200 ist auf längeren Strecken keine Belastung. 

Pro: Hände frei und trotzdem griffbereit
Gut - die Hände hast du auch frei wenn du mit dem Kameragurt arbeitest, der deiner Kamera bei liegt. Die Kamera hängt aber trotzdem immer irgendwie vor der Brust herum und stört. Mit dem Schultergurt sind meine Hände immer frei und ich habe trotzdem schnellen Zugriff auf die Kamera.

Pro: Aufgeräumt beim fortbewegen
Egal ob ich durch den Dschungel krieche, Roller fahre, oder auf einer Bergtour bin, meine Kamera ist immer aufgeräumt und baumelt nie unkontrolliert herum. Hier muss ich allerdings dazu sagen, dass dies nicht uneingeschränkt gilt. Es handelt sich hier immer noch um einen Tragegurt, an dem die Kamera hängt und dies bedeutet natürlich auch, dass sie baumeln kann. Mein persönliches Empfinden an dieser Stelle ist aber einfach, dass ich mehr Kontrolle über die Kamera habe als mit dem normalen Gurt. 

Pro: Langlebig
Die Qualität ist echt spitze! Ich bin mit diesem Teil durch fast ganz Südostasien, Teile Europas und Australiens gereist und das Ding lies mich nie im Stich. Nach ungefähr fünf Jahren hat sich allerdings das Stahlseil im Inneren aufgelöst und es standen winzige Metalldrähte aus dem Gurt heraus. Diese waren zwar kaum zu sehen, haben aber bei dünner Kleidung trotzdem unangenehm gepiekst. 

Pro: Versichert und Stahlgurt
Im Inneren des Gurtes ist, wie ja bereits erwähnt, ein Stahlseil eingearbeitet, welches vor Diebstahl schützen soll. Sollte die Kamera trotzdem geklaut werden, ist sie bis zu einer gewissen Summe versichert.

 

Contras

Contra: Preis
Dein Kamerahersteller liefert einen Gurt mit und zwar gratis. Für die einfache Version des Sunsnipers musst du schon ab circa 40€ aufwärts auf den Tisch legen. 

Contra: Stativgewinde belegt
Das aus meiner Sicht größte Manko des Sunsipers, ist die Art wie er an der Kamera befestigt wird. Eine Schraube, die am Gurt fest gemacht ist, wird in das Stativgewinde geschraubt. Dies ist extrem nervtötend wenn du ein Stativ benutzen willst. Du musst dazu nämlich jedes mal den Gurt abmachen und die Stativplatte anschrauben.

Contra: Viele Versionen
Ob das wirklich ein Nachteil ist, darüber lässt sich sicher streiten. Es gibt gefühlt 1000 verschiedene Versionen des Sunsipers. Diese unterscheiden sich bei dem Schulterpolster, dem maximal zulässigen Gesamtgewicht und so weiter. Bei der Bestellung musst du schon sehr genau hinschauen. ob du den richtigen für dich erwischst. 

 

Einsatzzweck

Den Sunsniper kannst du eigentlich fast immer als Ersatz des den normalen Kameragurtes nutzen. Ich würde allerdings darauf verzichten, wenn ich bereits voran weiß, dass ich viele Langzeitbelichtungen, Landschaftsaufnahmen oder etwas mache, wozu ich ein Stativ benötige. Wie gesagt ist der Gurt hierbei eher nervig. 

 

Zubehör 

Besonders viel Zubehör gibt es nicht - und das braucht es auch nicht. Ich habe nur einen Unterarmgurt, einen Limiter und einen Opens external link in current windowGürtelclip gefunden. Am interessantesten ist wohl der Gürtelclip, der zusätzliche Stabilität bringt und das Baumeln der Kamera noch weiter einschränkt. Ich habe diesen aber selbst noch nicht getestet und kann deshalb auch nichts darüber sagen. Das Ding steht aber auf meiner Einkaufsliste. Für die beiden anderen Sachen sehe ich, im Moment zumindest, keine echte Notwendigkeit.

 

Fazit

Für mich überwiegen die Vorteile eindeutig und ich möchte den Opens external link in current windowSunsniper als Kameragurt nicht mehr missen wollen. Ich würde auch jedem, der mich danach fragt, eine klare Kaufempfehlung aussprechen. 

Gruß,

Felix

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